obwohl ich mittlerweile schon wieder ein ganzes Jährchen zurück in Deutschland bin, möchte ich trotzdem meine letzten großen Abenteuer in Japan kurz erzählt haben. Trotz der langen Zeit, die seit meiner Rückkehr vergangen ist, sind die Eindrücke noch so frisch, als wäre es erst gestern gewesen. Also will ich mal starten.
Im letzten halben Jahr habe ich sehr viel zusammen mit meinem japanischen Freund Taji unternommen. Einer unserer Ausflüge hat uns in die naheliegende Hafenstadt Yokohama geführt, die etwa eine Autostunde von Tokyo entfernt liegt. Dort sind wir den Marine Tower hinauf, um uns die Stadt bei Nacht anzuschauen.
Nachdem Taji und ich uns satt gesehen haben sind wir durch Chinatown geschlendert und haben chinesisch gegessen. Leider war chinesisches Essen nicht ganz so meins. Ich bin da eher für die japanische Kochkunst^^ Nichts desto trotz gab es auch in Yokohamas Chinatown richtig was zu sehen.
Zum Schluss wollte Taji mir eine ziemlich berühmte Brücke zeigen aber "leider" haben wir uns verfahren und sind auf einem Autotuning-Parkplatz gelandet.
Und ihr werdet nicht glauben, was es hier alles zu sehen gab. Hier einige wenige Beispiele:
Ein weiteres Abenteuer, das ich kurz vor meiner Rückkehr vor mir hatte, war meine erste Bekannschaft mit dem Surfbrett. Ich dachte mir: "Wenn Taji schon surft dann nutze ich doch glatt mal die Gelegenheit und probier mich auch mal aus." Leider mit wenig Erfolg *lach* Ich habe es geschafft die Wellen kniend zu bezwingen aber das Stehen wollte dann doch nicht so ganz funktionieren. Im Gegenteil habe ich irgendwann die "Flosse" vom Surfbrett geknutscht und habe 2 Tage lang eine Erinnerung in Form einer dicken Lippe mit mir rumgetragen. Aber es war super spaßig und ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit bekomme mich nochmal auszuprobieren^^
Eines der Dinge, die ich schon immer mal getan haben wollte, war eines der weltweiten Rainforest Cafés zu besuchen. Wo kann man das tun? Natürlich in Tokyo, wo sonst?^^ Kurz bevor alle Austauschstudenten abreisen mussten, habe ich die Möglichkeit genutzt alle Studenten zusammenzutrommeln und einen Abstecher in´s Rainforest Café zu wagen. Wir waren alle überrascht, dass auf der Karte tatsächlich westliche Gerichte aufgelistet waren. Die Burger waren mit Rindflesich und nicht mit Ei belegt und das war schon so: Wow..... Und sowas in Japan *ggg*
Was das Besondere an einem Rainforest Café ist, ist die Raumgestaltung. Man betritt das Restaurant und ist tatsächlich in einem Regenwald. Selbst Licht- und Soundeffekte haben den Regenwald simuliert. Man war umgeben von Tiergeräuschen und selbst Stürme wurden simuliert. Ein unvergesslicher Abend^^
UND NUN..... LADIES AND GENTLEMEN.
Das größte Abenteuer in Japan war die Besteigung des Fuji. 3.776m kleiner Berg gegen 1,59 Meter großer Flummi aus dem Pott.
Der Fuji liegt 3 Autostunden von Tokyo entfernt und nachdem Taji und ich uns lange Zeit auf dieses Wochenende vorbereitet haben, ging es also los. Wir haben uns am Samstag morgen um 11 Uhr getroffen um noch einige Einkäufe zu tätigen und uns in Richtung Berg zu begeben. Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie aufgeregt ich gewesen bin. Die ganze Nacht nicht geschlafen und so.
Taji hat in Vorhinein ein kleines Berghotel gemietet, in dem wir uns bis zum Abend von der langen Autofahrt ausgeruht haben. Taji selbst hat geschlafen aber ich war viel zu aufgeregt als das ich nur ein Auge zubekommen habe. Immerhin steigt ma nicht jeden Tag 8 Stunden lang einen Berg hinauf. Im Berghotel hat man uns sogar 10 Stunden prophezeit. Ich habe 6.30 Stunden gebraucht. Taji ca. eine Stunde länger.
Was uns oben für eine Aussicht erwartet hat.....Wahnsinn. Dafür hat sich der Aufstieg mehr als gelohnt :-)
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen den Vulkan zu umrunden bevor es an den Abstieg ging. Immerhin ist man nicht jeden Tag auf der Sitze eines Vulkans *ggg*^^
Leider neigt sich auch irgendwann mal ein ganzes Jahr Japan dem Ende zu und das schreit nach einer Farewell Party. Die haben wir auf einem Schiff durch Tokyo Bay gefeiert. Ganz traditionell im Kimono bekleidet haben wir Austauschstudenten uns von Japan verabschiedet. Ich hoffe, ich werde den ein oder anderen neu gewonnenen Freund irgendwann wiedertreffen.
Die Karte zum Schiffzu Ende
Es war ein aufregendes und spannendes Jahr in dem ich viel über mich selbst und andere gelernt habe. Nun freut sich der Flummi aber wieder auf den Pott und auf seine Freunde:-)
AN ALLE ZUKÜNFTIGEN JAPANREISENDEN: GENIEßT EURE ZEIT.
Bei Fragen stehe ich euch mit Freuden zur Verfügung:-)




