Donnerstag, 14. Juli 2011

Von Hafenstädten, Bergsteigern und Abschiedsfeiern

Hallöchen Leute,

obwohl ich mittlerweile schon wieder ein ganzes Jährchen zurück in Deutschland bin, möchte ich trotzdem meine letzten großen Abenteuer in Japan kurz erzählt haben. Trotz der langen Zeit, die seit meiner Rückkehr vergangen ist, sind die Eindrücke noch so frisch, als wäre es erst gestern gewesen. Also will ich mal starten.

Im letzten halben Jahr habe ich sehr viel zusammen mit meinem japanischen Freund Taji unternommen. Einer unserer Ausflüge hat uns in die naheliegende Hafenstadt Yokohama geführt, die etwa eine Autostunde von Tokyo entfernt liegt. Dort sind wir den Marine Tower hinauf, um uns die Stadt bei Nacht anzuschauen.

Da sind wir hoch

Ganz typisch für die Japaner ist auch der Marine Tower ganz toll beleuchtet

Ein toller Blick von oben auf Yokohama

Nachdem Taji und ich uns satt gesehen haben sind wir durch Chinatown geschlendert und haben chinesisch gegessen. Leider war chinesisches Essen nicht ganz so meins. Ich bin da eher für die japanische Kochkunst^^ Nichts desto trotz gab es auch in Yokohamas Chinatown richtig was zu sehen.

Der goldene Tempel war wirklich beeindruckend

Zum Schluss wollte Taji mir eine ziemlich berühmte Brücke zeigen aber "leider" haben wir uns verfahren und sind auf einem Autotuning-Parkplatz gelandet.

Ach wie war das schade hier zu landen *lach

Und ihr werdet nicht glauben, was es hier alles zu sehen gab. Hier einige wenige Beispiele:

Autotuning......

......nach allen Regeln der Kunst.

Und auch Motorräder blieben nicht ungetuned^^

Ein weiteres Abenteuer, das ich kurz vor meiner Rückkehr vor mir hatte, war meine erste Bekannschaft mit dem Surfbrett. Ich dachte mir: "Wenn Taji schon surft dann nutze ich doch glatt mal die Gelegenheit und probier mich auch mal aus." Leider mit wenig Erfolg *lach* Ich habe es geschafft die Wellen kniend zu bezwingen aber das Stehen wollte dann doch nicht so ganz funktionieren. Im Gegenteil habe ich irgendwann die "Flosse" vom Surfbrett geknutscht und habe 2 Tage lang eine Erinnerung in Form einer dicken Lippe mit mir rumgetragen. Aber es war super spaßig und ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit bekomme mich nochmal auszuprobieren^^

Schick, schick. Ein surfender Flummi^^

Eines der Dinge, die ich schon immer mal getan haben wollte, war eines der weltweiten Rainforest Cafés zu besuchen. Wo kann man das tun? Natürlich in Tokyo, wo sonst?^^ Kurz bevor alle Austauschstudenten abreisen mussten, habe ich die Möglichkeit genutzt alle Studenten zusammenzutrommeln und einen Abstecher in´s Rainforest Café zu wagen. Wir waren alle überrascht, dass auf der Karte tatsächlich westliche Gerichte aufgelistet waren. Die Burger waren mit Rindflesich und nicht mit Ei belegt und das war schon so: Wow..... Und sowas in Japan *ggg*
Was das Besondere an einem Rainforest Café ist, ist die Raumgestaltung. Man betritt das Restaurant und ist tatsächlich in einem Regenwald. Selbst Licht- und Soundeffekte haben den Regenwald simuliert. Man war umgeben von Tiergeräuschen und selbst Stürme wurden simuliert. Ein unvergesslicher Abend^^

Na dann mal rein in den Regenwald^^

Was ein schnuckeliger kleiner Freund^^

Torööööööööööööööööö^^

UND NUN..... LADIES AND GENTLEMEN.

Das größte Abenteuer in Japan war die Besteigung des Fuji. 3.776m kleiner Berg gegen 1,59 Meter großer Flummi aus dem Pott.

Da will ich hoch. Let´s Rock´n Roll

Der Fuji liegt 3 Autostunden von Tokyo entfernt und nachdem Taji und ich uns lange Zeit auf dieses Wochenende vorbereitet haben, ging es also los. Wir haben uns am Samstag morgen um 11 Uhr getroffen um noch einige Einkäufe zu tätigen und uns in Richtung Berg zu begeben. Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie aufgeregt ich gewesen bin. Die ganze Nacht nicht geschlafen und so.
Taji hat in Vorhinein ein kleines Berghotel gemietet, in dem wir uns bis zum Abend von der langen Autofahrt ausgeruht haben. Taji selbst hat geschlafen aber ich war viel zu aufgeregt als das ich nur ein Auge zubekommen habe. Immerhin steigt ma nicht jeden Tag 8 Stunden lang einen Berg hinauf. Im Berghotel hat man uns sogar 10 Stunden prophezeit. Ich habe 6.30 Stunden gebraucht. Taji ca. eine Stunde länger.

Tapfer und fröhlich stapft Flummi den Berg hoch


Was uns oben für eine Aussicht erwartet hat.....Wahnsinn. Dafür hat sich der Aufstieg mehr als gelohnt :-)
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen den Vulkan zu umrunden bevor es an den Abstieg ging. Immerhin ist man nicht jeden Tag auf der Sitze eines Vulkans *ggg*^^

Ein Sonnenaufgang aus 3.776m Höhe^^

Wir sind oben. YEEEAAAAAAAAAAAHHHHH^^

Eine Runde, um die Vulkanspitze^^

Und wer viel Bergsteigen kann, darf danach in seiner Stammkneipe auch lecker essen gehen:-) Richtig toll und mega lecker:-)

Leider neigt sich auch irgendwann mal ein ganzes Jahr Japan dem Ende zu und das schreit nach einer Farewell Party. Die haben wir auf einem Schiff durch Tokyo Bay gefeiert. Ganz traditionell im Kimono bekleidet haben wir Austauschstudenten uns von Japan verabschiedet. Ich hoffe, ich werde den ein oder anderen neu gewonnenen Freund irgendwann wiedertreffen.

Die Karte zum Schiff

Die drei Geishas^^

Eine menge Spaß und ein aufregendes Jahr gehen
zu Ende




Es war ein aufregendes und spannendes Jahr in dem ich viel über mich selbst und andere gelernt habe. Nun freut sich der Flummi aber wieder auf den Pott und auf seine Freunde:-)


AN ALLE ZUKÜNFTIGEN JAPANREISENDEN: GENIEßT EURE ZEIT.


Bei Fragen stehe ich euch mit Freuden zur Verfügung:-)

Dienstag, 6. April 2010

Ein Ausflug in die mittelalterliche Hauptstadt Japans

Hallo Leute,

heute berichte ich euch von meinem Ausflug in die Stadt "Kamakura".
Kurz vorab: Kamakura war während der sogenannten Kamakura-Zeit (1185-1333) Hauptstadt und Regierungssitz Japans und ist heute einer der vielen Touristenmagneten in und um Tokyo.

Morgends um 9.00 Uhr schleppt sich der kleine, gelbe Flummi nach nur 4 Stunden Schlaf aus dem Bett. Ferienzeit ist "Lange-Wachbleib"-Zeit*lach*
Um 10 Uhr habe ich mich mit meinem japanischen Freund Taji am Bahnhof getroffen um mit dem Zug nach Kamakura zu pilgern. Nach ca. 1 1/2 Stunden war es dann soweit. Mein Füße betraten mal wieder "Nicht-Tokyoter"-Boden^^. Im Gegensatz zu Tokyo ist Kamakura sehr viel ländlicher. Keine Wolkenkratzer oder riesige Shopping-Malls, dafür aber kleine Häuschen, viel Natur, wunderschöne Tempel und viele kleine Läden. Ein klarer Gegensatz zu Tokyo also.

Unser erstes Ausflugsziel für heute war direkt die Hauptattraktion Kamakuras...
Man hat ihn schon auf Fotos diverser Reiseführern gesehen- Vor ihm zu stehen ist jedoch ein ganz anderes Kaliber: Der Daibutsu.
Zu meiner Überraschung ist diese Statue von innen hohl, sodass man auch in das Innere hineingehen konnte. Leider war es weniger spannend als ich erwartet hatte. Nur das Innere einer Statue halt. Keine besondere Dekoration oder Verzierung.
Na gut, dafür lag der Eintritt auch bei nur 20 Yen. Konnte man also geraaaaaaaaaaaaade ebend noch bezahlen *lach*

Hach, was bin ich klitzeklein^^

Von dem großen Daibutsu aus ging es dann wieder zum Bahnhof "Kamakura" um mit der alten Elektroeisenbahn nach "Kita-Kamakura" zu fahren und dort den nächsten Tempel (dessen Name mir leider entfallen ist) zu besichtigen.
Dieser Tempel zeichnete sich durch eine Vielzahl verschiedenartiger Buddha-Figuren und durch einen grandios angelegten Tempelgarten aus.
Die unterschiedlichen Buddhafiguren waren wirklich das Highlight: Es gab sie in groß, in klein und sogar in winzig. In Gold und auch in Stein gemeißelt. Einige sahen dem Bild des Buddha, welches in unseren Köpfen schwebt, sehr ähnlich und wieder andere waren einfach nur supersüß^^ Seht aber selbst was ich meine:


Der goldene Buddha war wirklich unglaublich

Dies habe ich innerhalb einer Höhle entdeckt: Ein großer Buddha in Stein und viele winzige Buddhafiguren um ihn herum. Wahnsinn...

Dieser kleine Freund erfreute sich großer Beliebtheit bei den kleinen Besuchern des Tempels^^

Mir persönlich haben es diese drei Zeitgenossen besonders angetan:

Sind die nicht süüüüüüüüüüüüüüüß^^

Der Garten dieses Tempels war ein einziges Beispiel für grandiose japanische Gartenkunst. Vom höchsten Punkt der ganzen Anlage hatte man einen großartigen Ausblick über Kamakura und auf das Meer:

Ob man so etwas auch in Europa findet?

Außerordentlich schöne Aussicht mit Blick auf den Pazifischen Ozean (ich bin so froh den Pazifischen Ozean gesehen haben zu dürfen. Für mich persönlich stellt das Meer bzw. der Ozean das Sinnbild für unendliche Weiten und Freiheit dar).

Der dritte Tempel, den wir besucht haben, schien nicht wirklich ein Touristenmagnet. Über diese Tatsache war ich jedoch wirklich froh, da ich nun endlich mal die Möglichkeit hatte die Ruhe, die so ein Tempel wirklich ausstrahlt auch zu genießen. Die üppige Vegetation dieses Tempels hat mich wirklich sehr beeindruckt und mir wieder einmal gezeigt, wie schön die Natur unserer Welt eigentlich wirklich ist.

Wege mit vielerlei verschiedener Pflanzen

Im Sommer ist die Blütezeit dieser (noch) kleinen Zeitgenossen^^

Sakura in Kamakura

Natürlich gab es auch hier wieder vielerlei heiliger Figuren zu sehen. Im Gegensatz zu dem vorigen Tempel unterschied sich die künstlerische Gestaltung dieser Figuren, indem mehr Akzente durch die Gestaltung mit Pflanzen gesetzt wurden.

Hier gestaltet mit Blüten...

...und hier in Baumstämme eingeschnitzt.

Nachdem wir uns nun drei Tempelanlagen angeschaut hatten, war es erstmal Zeit für ein kleines Päuschen. Da ich Matcha (grünen Tee in Pulverform, der innerhalb der berühmten Teezeremonien genutzt wird) so sehr liebe, haben Taji und ich uns für eine kleine Teestube entschieden. Dort bekam ich diesen Tee auch mal in seiner reinen Form zu schmecken und nicht nur als Zutat innerhalb von Schokolade, Kuchen etc. Überraschenderweise war es auch für meinen japanischen Freund das erste Mal.
Es war ein einzigartiges Geschmacks- und Geruchserlebnis. Der Tee selbst hatte einen grünen Schaum und roch sehr süß, was mich zunächst vermuten ließ, dass es sich doch "nur" um Matcha-Latte (also quasi das gleiche wie Café Latte, nur ebend halt mit Matcha) handelte. Meine Geschmacksnerven, sollten mich jedoch eines Besseren belehren. Der Tee selbst war kein bisschen süß hat aber wirklich richtig gut geschmeckt.
Hach, das Matcha in Deutschland auch so teuer sein muss :-(

Soooooooooo lecker *yummi*^^

Nach unserer kleinen Pause ging es dann zum vorletzten Ziel unseres Tagestrip: Der Hatchimangu-Schrein. Einer der wichtigsten Schreine in Kamakura. Im Gegensatz zu allen anderen Tempelanlagen war der Zutritt zu diesem Schrein völlig kostenfrei, was mich wirklich erstaunt hat. Die Schreinanlage selbst war nicht sehr groß, scheint aber ein wichtiger Ort für verschiedene Zeremonien zu sein. Wieder einmal durfte ich Zeuge einer Hochzeitszeremonie werden^^

Am Hatchimangu-Schrein tummelten sich auch wieder zahlreiche Touristen.

Nachdem wir dann auch den Hatchimangu-Schrein verlassen hatten, ging es durch eine kleine Einkaufsstraße direkt zum letzten Ziel unseres Tagesausflugs: An den Pazifischen Ozean.
Ein wirklich schöner Tag, sollte also bei einem Abendessen mit Blick auf den gigantischen Ozean zu Ende gehen.

Diesmal nicht Matcha, sondern Houjiisha^^

*yummi* Das ist lecker^^

Das war es auch schon wieder von mir^^

Ich verabschiede mich mit einem gaaaaaaaaaaanz dicken Knuddler für alle von euch und melde mich, sobald es wieder etwas zu berichten gibt^^

Also, bis denne *winkwink*^^

Donnerstag, 1. April 2010

Japan mal auf kulinarisch

Hallo ihr Lieben,

gestern war erstmal mein letzter Schultag und das heißt, dass ich wieder ein wenig mehr Zeit habe:-)

Diesmal möchte ich euch Japan mal aus einer etwas anderen Perspektive zeigen und euch einige kulinarische Köstlichkeiten präsentieren, die ich bisher so für mich entdeckt habe^^

Japan ist nicht nur Sushi. Nein, Japan hat noch viel mehr zu bieten als das^^ Neben Ramen und Soba, Nudelgerichte, die nicht unbedingt auf meiner Favoritenliste stehen, bietet Japan ganz unterschiedliche Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichte.
Vor allem ShabuShabu, Sashimi, Nabe und Oden zählen dabei zu meinen absoluten Favoriten.

Was das ist? Erkläre ich euch gerne^^

ShabuShabu ist rohes Rindfleisch, welches man am Tisch selbst zubereitet. Dazu hält man einfach die Rindfleischstreifen in kochendes Wasser und mampft alles, alles auf. Ähnelt ziemlich unserem deutschen Fondue ist aber viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel toller *ggg*

Zum Fleisch wird allerlei Gemüse serviert. Total lecker und richtig gesund^^

Sashimi ist fast wie Sushi, nur ohne Reis*ggg* Heißt, dass man nur den rohen Fisch serviert bekommt. Es gibt unzählig viele unterschiedliche Sorten von Sashimi, die nicht sich nicht nur durch die verschiedenen Fische unterscheiden, aus denen sie herausgeschnitten wurden, sondern auch dadurch, aus welchem Körperteil des Fisches das Sashimi stammt. Man glaubt garnicht, wie unterschiedlich so ein Fisch schmecken kann. Anbraten, einlegen, panieren....Alles Zubereitungsweisen, die ich nicht mag und bei denen der eigentliche Geschmack des Fisches tatsächlich verloren geht.
Sashimi gibt es in der traditionellen rohen Variante oder aber auch als ShabuShabu-Variante^^
Wer Fisch nicht so unbedingt mag kann auch die fleischige Variante des Sashimi probieren. Wie etwa das Basashi vom Pferd oder Sashimi vom Rind. Unglaublich lecker^^

Hier Sashimi als ShabuShabu Variante. Wer es mag kann das Kochen weglassen, weil es roh auch superlecker ist^^

Hier die fleischige Variante vom Rind^^

Kommen wir zum Nabe.
Nabe ist ein japanisches Eintopfgericht, was auch am Tisch zubereitet wird. Der Unterschied zum ShabuShabu ist, dass man Fisch, Fleisch und Gemüse nicht selbst in das kochende Wasser hält, sondern alles schon "kochfertig" serviert bekommt und nur warten braucht, bis alles gar ist:-) Nabe gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Sorten, die sich jeweils durch das Gemüse, die Fleisch- und/oder Fischbeilage und dem Geschmack der Brühe, den man sich aus diversen Geschmacksvarianten wie Salz, Kimchi oder Curry selbst aussuchen darf, unterscheiden.

Zwei große Töpfe Nabe...Warum die so schnell leer sind???

Oden ist einer meiner Favoriten unter den japanischen Köstlichkeiten. Es ist keine richtige Suppe aber etwas in der Art. Die unterschiedlichen Oden-Bestandteile werden in einer speziellen Brühe gekocht, jedoch nicht als Suppe serviert. Lediglich ein kleines bisschen der Brühe wird mit den gewünschten Oden-Sorten serviert. Unter den vielen Oden-Leckereien haben es mir persönlich besonders Walzunge, Hanpen (aus Hai-Fleisch) und Konnyaku (Teufelszunge) angetan. Yummi^^

Vor uns ist die "Oden-Theke". Na dann mal fleißig drauf losprobiert^^

Was mich auch sehr begeistert ist eine ganz spezielle, japanische Art seinen Kaffe zu genießen. Dies kann man zum Beispiel hier tun:

Miau^^

Dies ist der Eingang zu einem sogenannten Neko-Café, was übersetzt soviel wie "Katzen-Café" bedeutet. Erklärt ja schonmal das Eingangstor^^
Das Besondere an diesem Kaffee ist eigentlich schon mit seinem Namen erklärt. Man zahlt umgerechnet etwa 6€ Eintritt+ Getränk (unterschiedliche Sorten Kaffee) und macht die einmalige Erfahrung, seinen Kaffee mit rund 30 freilaufenden Katzen zu genießen. Diese Form des Kaffeetrinkens scheint bei den Japanern sehr beliebt und überhaupt nicht mit Ekel verbunden zu sein. Dies wäre mit Sicherheit in Deutschland der Fall. Besonders Familien mit kleinen Kindern, Katzenliebhaber oder auch Paare scheinen Katzenkaffees gerne aufzusuchen^^

Ich glaub das Kätzchen will etwas Koffein^^

Das hier ist der Koch meines Lieblings-Izagaya "Kazoku". Er macht wahrscheinlich das beste Sashimi und den besten Tempura in ganz Tokyo^^

*Yummiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii*

Da er, wie ich persönlich finde, das beste Essen in ganz Tokyo auf den Tisch zaubert, wird man schnell zum Stammgast und freundet sich mit den anderen verrückt, freundlichen tokyoter Stammgästen des Izagaya an. Die Wissen, wo man gutes Essen herbekommt^^

*Cheeeeeeeeeeeeeeeeeeseeeeeeee*^^

So Leute, das war es schon wieder von meiner Seite. Ich hoffe ich habe euch nicht zuviel Hunger gemacht und ihr könnt euer deutsches Essen weiterhin genießen*lach*
Ich bleib aber erstmal bei der japanischen Variante^^

Also Leute,
Bis bald^^

P.S.: Für alle die bei Facebook angemeldet sind, plane ich in Zukunft eine kleine Video-Serie. Reinschaun lohnt sich also^^

Montag, 8. Februar 2010

Weihnachten und Silvester auf ostasiatisch

Hallo Freunde,

man, man, man....Stress lass nach. Kaum fängt die Sprachschule wieder an, vergisst man seine Pflichten als guter Blogger:-)

Trotz der Tatsache, dass wir ja schon seit einiger Zeit im neuen Jahr angekommen sind, möchte ich euch nicht vorenthalten, wie man hier in Japan so das Ende der Jahres gestaltet.

Für mich persönlich war es auf jedenfall eine sehr schöne Zeit, wenn nicht sogar die Schönste Zeit meines ganzen Auslandsaufenthaltes.
Woran DAS wohl liegen mag? Nicht vielleicht an der Tatsache, dass mein Schatz ganze 10 Tage in Tokyo gewesen ist? *ggg*

Weihnachten und Neujahr hier in Japan zu verbringen- Was bedeutet das? Es bedeutet von vielem Abstand zu nehmen, was man aus unserer westlichen Kultur kennt und für Neues offen zu sein. Besonders was Silvester angeht:-)

An Weihnachten beleuchten die Japaner ihre Häuser garnicht. Also nichts mit bunten Lichterketten an den Fenstern, wenn man durch die Straßen geht. Lichterketten und Weihnachtsdeko wird hier zwar en Masse verkauft, aber kaufen tut es scheinbar niemand. Bei den Preisen aaber auch kein Wunder*lach*
Dafür wird hier jedoch kein Cent an der Beleuchtung der restlichen Stadt gespart:-) Hier ein paar wenige Eindrücke:












Roppongi war ein einziges Spiel der Lichter. Weiß wie der Schnee:-)

Die Beleuchtung in Shinjuku war einfach toll Hier wurde auf Blau gesetzt:-)

Am Tokyo Tower gab es u.a. dieses Bäumchen...

...und auch anBeleuchtung im Ginza hat es nicht gefehlt- Hief war Rot im Trend:-)

Da Nuri erst am 25. in Tokyo angekommen ist, musste ich den 24. irgendwie rumkriegen. Das war hier in Tokyo aber nicht allzu schwer. Man sucht sich einfach einen Ort aus, an dem man noch nicht gewesen ist, trommelt ein paar Leute zusammen und los geht´s. In unserem Fall hat uns unser Christmas-Trip" nach Odaiba geführt. Dieses Inselchen ist echt der Knaller. Man fühlt sich fast wie in Amerika. Ein Seaside-Deck, wie das in Miami (nur die Palmen waren halt aus Plastik *lach*), natürlich die obligatorische Weihnachtsbeleuchtung und dann das Highlight: Odaiba ist der einzige Ort auf Erden, an dem man die Freiheitsstatue neben der Golden Gate Bridge fotografieren kann. Ihr glaubt es nicht? Bitteschön:

Was sag ich? Die Japaner überwinden Meilen:-) Nein...Das ist keine Fotomontage (sowas kann ich garnicht *lach*)

Auch in Odaiba wurde beleuchtet was das Zeug hält....

...hier ist alles in Lila gehalten worden:-)

Am 25. Dezember ist dann endlich auch mein Schatz nach einem 15-stündigen Flug in Tokyo eingetroffen. Nachdem wir dann nach weiteren 4 Stunden endlich in unser Apartment eingezogen waren, konnte die im wahrsten Sinne "Schönste Zeit des Jahres" losgehen. Nuri und ich haben das Leben in Tokyo in vollen Zügen genossen. Haben gesehen, was es zu sehen gab, getan, was es zu tun gab, fotografiert, was es zu fotografieren gab und vor allem gegessen, was es zu essen gab. Es waren einfach wunderbare 10 Tage, die mir Kraft für die restliche Zeit hier geben.
Mein persönliches Highlight dieser 10 Tage war mein Siegeszug, meinen Mann nach guten 15 Jahren endlich in einen Zug zu bekommen. Hätte ich nie zu träumen gewagt*lach* Am Anfang fand er es garnicht mal so schlimm so ganz ohne Auto. Als er aber gemerkt hat, wie schwer so eine Einkaufstüte werden kann und wie weit so ein Briefkasten gefühlt entfernt sein kann (so weit war das nämlich garnicht), hat er am Abflugtag mit Sicherheit drei Kreuze gemacht in wenigen Stunden wieder ein Auto unter´m Hintern zu haben*lach*
Ich musste mich wirklich überrascht zeigen, wie aufgeschlossen und interessiert Nuri an allem gewesen ist. Ich hatte bisher immer das Gefühl, ihn kann so ziemlich garnichts beeindrucken- Weit gefehlt. Er hat wirklich alles fotografiert- Angefangen von dem einfachen Stoppschild in Shinjuku (seinem Lieblingsort) bis hin zu den imposanten Tempeln in Asakusa. Ganz toll fand er auch die vielen "Ameisenhaufen" (so hat er die Menschenmassen getauft). Besonders die an der berühmten "Shibuya-Kreuzung":-)

Der Anblick der Tempel in Asakusa war eines der vielen Highlights für Nuri:-)

Shinjuku in Love:-)

Am Tokyo Tower haben wir diese Deko entdeckt:-)

Nuris "Ameisenhaufen" in Shibuya....

....und das Abenteuer Zug :-)

Silvester war sowohl für mich als auch für Nuri eine ganz neue Erfahrung.
Nachdem wir zunächst geplant hatten zum Meiji-Schrein zu fahren, um Silvester ganz traditionell zu feiern, sind wir per "Unfall" in Shibuya gelandet (die Bahn ist einfach Non-Stop durchgerast).
So haben wir also unser neues Jahr unter irgendeiner Brücke am Bahnhof in Shibuya gefeiert- Na das fängt ja schonmal gut an *lach*
In Shibuya sollte es aber keinesfalls ruhig zugehen. Nachdem wir dem unüberhörbaren Lärm gefolgt waren, haben wir tausende von feiernden Menschen angetroffen. Ein Feuerwerk gab es zwar nicht, dafür aber umso mehr besoffene und feiernde Menschen. Nuri und ich waren nicht so ganz Freund dieser "Veranstaltung" und haben uns kurzerhand dazu entschlossen den nächsten Polizisten zu fragen, wie wir denn zum Meiji-Schrein laufen können.
Nach ca. 2 km sind wir ann am Eingang zu den Schreingärten angekommen und wollten schnurstracks in Richtung des eigentlichen Schreins laufen. Na ja...Wir waren leider nicht die Einzigen mit dieser Idee und so ging es dann irgendwann weder vor, noch zurück. Noch ehe wir uns versahen befanden wir uns in einer riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesigen Warteschlange...Eine geschlagene Stunde haben wir gewartet, bis wir endlich den Schrein vor Augen hatten.
Ich konnte mir natürlich nicht nehmen lassen etwas Geld zu werfen und meine kleine persönliche "Neujahrs-Onegai" an die Götter loszuwerden (Die wird natürlich nicht verraten, sonst geht es ja nicht in Erfüllung*ggg).
Nach einem obligatorischen "Wir-waren-da"-Foto, haben wir- wie so viele andere Japaner auch- nochmal eine "Brief-Onegai" verfasst und ihn in den dafür vorgesehenen Kasten geworfen.
Um 2 Uhr morgends und völlig durchgefroren- es war nämlich alles andere als warm- haben wir uns in den nächsten Zug nach Shinjuku gequetscht und sind am Ende dieses wirklich anderen aber großartigen Silvesterabends zuhause angekommen.
Na wenn dieses Jahr kein Glück bringt, dann weiß ich auch nicht:-)

Der "Silvester-Ameisenhaufen"...Und wir mitendrin:-)

Meine kleine "Neujahrs-Onegai" bin ich auch losgeworden:-)


An dieser Stelle mache ich nun Schluss und melde mich bald wieder aus dem schönen Tokyo:-)

Liebe Grüße,
Romina:-)